| Kopftuch von muslimische Schülerin angezündet |
| 30. Oktober 2009 |
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Während einer Schulexkursion durch das Zisterzienserstift Rein (Stmk.) bedrängten zwei Mädchen eine Mitschülerin. Die Attacken gipfelten darin, dass sie der jungen Muslimin das Kopftuch anzündeten!
Die beiden Schülerinnen besuchten die Caritas-Fachschule in Graz (Österreich) Eigentlich sollte die Exkursion dazu dienen, die Klassengemeinschaft zu festigen. Die Schüler des ersten Jahrgangs der Caritas-Fachschule an der Grabenstraße 41 in Graz reisten in das Zisterzienserstift Rein (Stmk.). Doch die Klassenfahrt endete in einem Fiasko. Während zwei Lehrer den Jugendlichen die Geschichte des Klosters näherbringen wollten, wurde eine muslimische Mitschülerin Opfer einer Mobbing-Attacke. Heike K. und Sabrina E. (beide 15) zündeten das Kopftuch der Österreicherin Diana B. (15) mit einem Feuerzeug an. Anfänglich wurde versucht, den Vorfall zu vertuschen. Doch die Mutter der betroffenen Schülerin, Sieglinde B., meldete den Vorfall bei der Direktorin der Schule, Evelyn Awad, und erstattete bei der Polizei Anzeige. „Die Schule hat sofort reagiert. Wir haben Gespräche mit allen Betroffenen eingeleitet und Disziplinarmaßnahmen gesetzt“, erklärt Harald Schmied von der Caritas. „Die Schule ist ein Spiegel der Gesellschaft. Wir können die vorhandenen Spannungen nur aufgreifen.“ Als Grund für die Tat gaben Heike und Sabrina massive Abneigung an. Auch nach den Gesprächen wollten die Mädchen ihre Tat nicht bedauern.
(h.at)
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